Fly away Image and video hosting by TinyPic

Was bringt ein Radex durcheinander?


Liebe Freunde der kosmischen, philosophischen Diskussionen, erneut ein herzliches Willkommen zu meinen kleinen Plaudereien über Fragen, auf die es komplizierte oder gar keine Antworten gibt.

Heute geht es um zwei Lieblingsbeschäftigungen von mir. Zum einen ärgere ich heute wieder alle Astrologen, die anhand von Planetenkonstellationen die Zukunft vorhersehen wollen, und zum anderen geht es heute um ein Thema, welches in der Astronomie schon lange diskutiert wird.

Was könnte ein Radex, also eine von Astrologen erstellte Karte des Sonnensystems aufgeteilt in den 12 Tierkreiszeichen der Ekliptik, so durcheinander bringen, und die Astrologen so verärgern, dass alles neu erstellt werden müsse?

Tja, dies bringt nur ein noch unentdeckter Himmelskörper zustande, ein sog. Planet X.

Wie kommt man auf die Theorie, dass noch ein weiterer Himmelskörper existieren könnte?

Wenn man sich das Sonnensystem anschaut, erkennt man dass sich die Objekte hinter Neptun, auf ungewöhnlichen elliptischen Bahnen außerhalb der Ekliptik, also der Ebene der eigentlichen Planetenbahnen bewegen. Wie kommt so etwas zu stande?

Nun, es gab verschiedene astronomische Beobachtungen die solch eine Theorie unterstützen.

Erstens: Planeten, Raumsonden und Asteroiden bewegen sich nicht immer auf den vorherberechneten Bahnen, sondern werden durch irgendeine Gravitationsquelle abgelenkt.

Zweitens: Im Jahre 1999 fand ein englischer Astronom herraus, dass die meisten Kometen nicht aus willkürlichen Himmelsrichtungen kommen, sondern statistisch aus einem bestimmten Bereich des Himmels. Also muss da ein Objekt sein, mind. von der Masse Jupiters.

Nur da gibt es ein Problem. Das Sonnensystem entstand aus einer komprimierten Wolke bestehend aus Gas und Staub, welches von einer Supernovaexplosion übrig blieb.

Allerdings gab es soweit draußen, also jenseits, der heutigen Plutobahn nicht mehr annähernd so viel Materie, um einen Gasriesen zu bilden.

Da gibt es heute den Kuiper Gürtel und die Oortschen Wolke, dass sind Ansammlungen von Asteroiden, die durch Zusammenstöße, Kurs Richtung Sonne nehmen und zu Kometen werden, aber darüber reden wir auch nochmal speziell.

Ein Planet scheint daher aber unwahrscheinlich, es sei denn, er war extrasolar und wurde irgendwann vom Gravitationsfeld der Sonne angezogen.

Was kann es noch sein? Es gab mal die Theorie eines Sterns. Allerdings hätte man ihn entdeckt, da er Eigenstrahlung entwickelt.

Es muss also was dunkles sein. Bliebe noch die Möglichkeit eines kosmischen Exoten, ein sog. Brauner Zwerg.

Braune Zwerge üben hohe gravimetrische Kräfte auf andere Körper aus, was genau ein brauner Zwerg ist, verdienst ebenfalls einen Extrablog.

Jedenfalls spürt auch die Sonne diese Kraft, da sie alle 3600 Jahre aktiver ist als sonst. Man vermutet ein Objekt, ob brauner Zwerg oder nicht, viel Masse muss es haben. Alle 3600 Jahre umkreist senkrecht zur Ekliptik ein Objekt die Sonne.

Und wenn dann der Zeitpunkt des Durchkreuzens gekommen ist, hat dies Auswirkungen auf die Planetenbahnen. Einige Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass Wetterphänomene wie El Nino ebenfalls damit zu tun haben. Denn alle 3600 Jahre scheint irgendetwas zu passieren, etwas schreckliches. Dies lässt sich auch in Aufzeichnungen alter Kulturen nachweisen.


Tatsache ist, man muss nicht immer weit hinaus, es gibt jede Menge Geheimnisse vor unserer kosmischen Haustür. Und eins sag ich Ihnen, solange nichts entdeckt wurde, was die astrologischen Zukunftsaussagen beeiinflusst, kann ich immer schön weiter ärgern.


5.8.09 13:36
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Link
Link
Link
Link
Link
Link
Link
Gratis bloggen bei
myblog.de