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Sind wir allein im Universum? I


Liebe Freunde aller kosmischen Hinterfragungen, heute wird es mathematisch.

Ich mache es kurz, denn das Thema ist sehr lang, es geht um die Frage, „Sind wir allein im Universum?“, deswegen werde ich wieder eine römische I hintersetzen, darüber kann man mehrmals schreiben.

Im Jahre 1959 haben sich einige kluge Köpfe zum ersten mal wissenschaftlich und ernsthaft gefragt, wie viele Zivilisationen, welche technisch in der Lage sind, mit uns zu kommunizieren es in unserer Milchstraße geben würde.

Frank Drake entwickelte dazu eine Formel, welche als Grundbaustein dazu dienen soll, diese Frage mathematisch zu beantworten.


N = R * fp * ne * fl * fi * fc * L


Das N steht für eine mögliche Anzahl von technischen Zivilisationen innerhalb unserer Galaxie.

Um dieses zu errechnen, sind alle sieben Variablen in der Formel absolut notwendig. Fehlt nur eine einzige Variable, kann es gar keine technische Zivilisation geben.

Und in dieser Gleichung geht es nur um technisch hochentwickelte Zivilisationen, Leben auf Einzellerniveau spielt hierbei erstmal keine Rolle.

Gehen wir doch mal Schritt für Schritt die Gleichung durch.

Das R beschreibt, wie viele Sterne pro Jahr in unserer Galaxie entstehen. Dass kann man schließlich beobachten und auch messen.

Sterne liefern bekanntlich die Grundelemente für Leben.

Die Variable fp sagt uns, wie viele Sterne davon in unserer Galaxie ein Planetensystem besitzen.

Da 80 % aller Sterne Doppelsternsysteme sind, kann man da einiges wieder abziehen.

Schließlich folgt die Variable ne. Dieser Faktor sagt uns, wie viele Planeten sich in der sogenannten Lebenszone befinden. Dass ist die Zone, in der sich auch unsere Erde im Sonnensystem befindet. Wäre sie etwas näher an der Sonne, wäre es hier brütend heiß, wäre sie etwas weiter weg von der Sonne, wäre es hier eisig kalt.

Die Frage, ob diese Planeten auch Leben entwickelt haben, beantwortet, oder soll der Faktor fl beantworten.

Allerdings nützt es nichts, wenn da Leben ist, welches nicht in der Lage ist, zu senden, da die technischen Mittel fehlen. Ich glaube nicht, dass Primaten in der Lage sind, sich dem All mitzuteilen. Auch unsere Zivilisation teilt sich dem All erst seit dem 20. Jahrhundert mit, da wir ab dieser Zeitepoche Radio und Fernsehen haben, und mit künstlichen Radiowellen arbeiten.

Also muss man sich die Frage stellen, nachdem errechnet hat, auf wie vielen Planeten es Leben gibt, wie viele Planeten es gibt, welche intelligentes Leben entwickelt haben. Als Variable in der Drake Gleichung dient uns der Faktor fi.

Eine Zivilisation die intelligent ist, aber auf dem technischen Stand des Mittelalters ist, besitzt keine Möglichkeit sich dem All mitzuteilen. Nächster Punkt: Wie viele Planeten mit intelligentem Leben, haben Möglichkeiten der interstellaren Kommunikation? Dass wäre dann fc.

Das große L sagt uns, wie lange kann eine Zivilisation vom Aufbau bis zu deren Untergang existieren?

Sie sehen, dass die Frage nach der Entdeckung intelligenter Zivilisationen von vielen Eventualitäten abhängt.

Ein von uns gesendetes Signal, welches mit Lichtgeschwindigkeit saust, braucht ja schon evtl. Jahrhunderte oder zumindest Jahrzehnte, um in unsere kosmische Nachbarschaft zu gelangen.

Bis dahin kann ein Krieg oder eine Seuche die Zivilisation zerstört haben.

Und bis die Kameraden antworten, braucht das Signal die selbe Zeit zurück. Wer weiß, was mit uns bis dato passiert ist. Es kann, wenn es ganz dumm läuft durchaus sein, dass man sich niemals findet. Dass würde auch eintreffen, wenn alle immer nur horchen, aber keiner sendet.

Allerdings hat man drei Modelle erarbeitet, wie diese Gleichung ausgerechnet aussehen könnte, also wenn N bekannt ist.

Das gemäßigte Modell zeigt uns gerade mal eine Zivilisation pro Galaxie. 80 % der Sterne sind Doppelsternsysteme, bei denen stabile Planetenbahnen nicht möglich sind, also damit auch kein Leben.

Das optimistische Modell sieht so aus, dass es mehrere Sterne vom Typ unserer Sonne gibt, also müsste es auch mehr erdähnliche Planeten geben, auf denen die Bedingungen für intelligentes Leben vorhanden wären. 100 Zivilisationen seien demnach möglich.

Das enthusiastische Modell, sagt uns dass um jeden sonnenähnlichem Stern Planeten, mit hochentwickelten Zivilisationen gibt. Man hätte diese nur noch nicht entdeckt.

Ob Wissenschaftler oder Träumer, die Öffentlichkeit zeigt ein derartig starkes Interesse, dass wir uns noch manches Mal mit dem Thema „Sind wir allein im Universum?“ beschäftigen werden.

28.8.09 18:25
 


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